Eisenmangel Leber
Eisenmangel Leber
Der Eisenmangel und die Leber – eine Kombination die lebenswichtig ist
Eisenmangel Leber, Aufmerksamkeit für ein wichtiges Organ. Wir Menschen wissen oftmals nicht immer gleich, was in unserem Körper vor sich geht und warum man sich vielleicht unwohl fühlt. Denn unser Körper besitzt leider nicht die Fähigkeit sich mit Lauten bemerkbar zu machen und einfach zu sagen “ He, achte mal auf mich, mit mir stimmt das und das nicht”.
Das kann unser menschlicher Körper schlichtweg nicht und er verlässt sich daher auf unser Verantwortungsbewusstsein, dass wir im Zusammenhang mit unserem eigenen Körper besitzen sollten. Wir müssen auf unseren Körper achten und ihm unbedingte Aufmerksamkeit schenken, denn wir haben nur eine einzige Hülle in der wir leben und existieren können.
Jedoch besitzt unser Körper ein Kommunikationsmittel, das so einmalig wie kein anderes Krankheiten, Ursachen oder auch Symptome aufzeigt. Denn unser Körper kommuniziert mit uns Menschen über das Blut und zeigt uns bei einem ärztlich erstellten Blutbild genau auf, was mit uns vielleicht nicht stimmt oder welche Defizite der eigene Körper besitzt.
Unser Blut ist somit das einzigartige Medium, dass uns beständig aufzeigen kann, was im Inneren des menschlichen Körpers vor sich geht. Es zeigt uns dabei Mangelerkrankungen wie den Eisenmangel ebenso auf wie auch Störungen in den lebensnotwendigen Organen wie Leber, Herz oder Niere. Das eigene Blut ist also so gesehen das Sprachrohr unseres Körpers.
Eisenmangel, Leber und Leberwerte
Dabei wird dieses Sprachrohr des Körpers dann besonders laut, wenn es um die Kombination aus Eisenmangel und Leber geht. Denn beides ist miteinander untrennbar verbunden und muss salopp gesagt funktionieren, damit der Körper im Sinne des Menschen agieren kann.
Die Leber übernimmt im menschlichen Körper bekanntlich die Funktion des Stoffwechsels und ist damit eines der zentralen Organe. Sie übernimmt Aufgaben wie die Produktion lebensnotwendiger Eiweiße, sie verwertet Nahrungsbestandteile und gibt diese nach Bedarf an den Körper weiter und sorgt mit ihrer Funktion als Gallenproduktion für den Abbau oder auch die Ausscheidung von Giftstoffen.
Die Leber kann daher durchaus als körpereigener Türsteher bezeichnet werden, der entscheidet was in den Körper darf oder was aus dem Körper raus muss, damit es keinen Schaden anrichten kann. Damit jedoch die Leber ihren Job als Türsteher souverän erfüllen kann, ist sie auf kleine Helferchen angewiesen. Denn auch im menschlichen Körper ist Teamarbeit nahezu unerlässlichlicht.
Ein Mitglied in diesem Team ist dabei der Transferstoff Eisen. Denn Eisen sorgt zum einen für die lebensnotwendige Blutversorgung der Leber sowie dem Sauerstoffaustausch. Zum anderen ist Eisen maßgeblich an der Produktion von bestimmten Eiweißen beteiligt, welche die Leber braucht um ihre Funktion als Türsteher auszuüben. Die Leber braucht also Eisen um zu funktionieren, aber es gibt noch eine weitere Kombination aus Eisenmangel und Leber welche beachtenswert ist.
Wenn der Eisenmangel von der Leber kommt
Diese weitere Kombination aus Eisenmangel und Leber beruht dabei darauf, dass ein Eisenmangel mitunter auch von der Leber resultieren kann. Und zwar ist dies dann der Fall, wenn beispielsweise eine Lebererkrankung vorliegt. Besitzt ein Mensch eine Erkrankung wie eine Leberzirrhose kann es zu einem Eisenmangel kommen, da der Körper mehr Eisen braucht als er vermutlich erhält.
Zudem kann es aufgrund von Lebererkrankungen auch zu einer minderen Verwertung von Eisen in der Leber kommen, da hier dann die Speicherung oder auch Verwertung von Transportproteinen gestört ist. Parallel dazu macht sich eine falsche Ernährung ebenfalls in der Kombination aus Eisenmangel und Leber oftmals bemerkbar, da beispielsweise bestimmte Genussmittel wie Nikotin oder auch Alkohol die normalerweise funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem Transferstoff Eisen und der Verwertungsstation Leber negativ beeinflussen.
Die andere Seite von Eisen und Leber
Jedoch und das lässt bereits die eingangs erwähnte Überschrift erahnen, gibt es noch eine andere Variante des Zusammenspiels zwischen Leber und Eisen. Und diese erfordert unbedingte Aufmerksamkeit, denn sie kann mitunter lebensbedrohlich sein. So ist es generell so, dass Eisen im Körper lebensnotwendig ist und damit den Status des lebenswichtigen und ungiftigen Mineralelements erfüllt.
Zumindest bei einem gesunden Menschen. Ist jedoch ein Mensch aufgrund von Erkrankungen wie einer Anämie, einer Stoffwechselerkrankung oder auch einer Organerkrankung geschwächt, verhält sich das Zusammenspiel zwischen Eisen und Körper etwas anders. So kann es nämlich aufgrund einer Störung schnell zu einer Eisenüberladung kommen, welche dann zu schwerwiegenden Folgen führen kann.
Dies resultiert dabei daraus, dass Eisen im Körper auf sogenannte Transport- und Speichermoleküle angewiesen ist, welche das Eisen binden und so zu einer optimalen Verwertung führen. In einem gesunden Körper befinden sich dabei diese Transport- und Speichermoleküle in einem ausgeglichenen Verhältnis, dass immer genügend Platz für die Anbindung des Transferstoffes Eisen bietet.
Ist durch eine Erkrankung oder auch eine konstante übermäßige Eisenzufuhr wie beispielsweise durch dauerhafte Bluttransfusionen dieses normale Verhältnis gestört, kommt es zu einer Überproduktion von Eisen im Körper. Diese hat dann zur Folge, dass mehr Eisen im Körper ist als folglich Moleküle vorhanden sind.
Das Resultat dieser Unausgeglichenheit kann dann sein, dass sich nicht gebundenes Eisen in lebensnotwendigen Organen wie dem Herz, der Lunge oder auch der Leber einlagert, wo es zu Erkrankungen oder auch Schwächungen führen kann. Zudem fördert zuviel Eisen im Körper die Bildung von freien Sauerstoffradikalen, welche Zellstrukturen, Erbsubstanzen oder auch Moleküle zerstören können.
Man sollte daher bei einer Zugehörigkeit zu sogenannten Risikogruppen unbedingt ärztlichen Rat annehmen, denn einerseits braucht der Körper Eisen aber andererseits kann eben zuviel Eisen bei betroffenen Menschen auch schwerwiegende Folgen auslösen.